Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt!
Mainz-Wiesbadener Ostermarsch
in Wiesbaden
Samstag, 3. April 2010Auftaktkundgebung:
10.30 Uhr am Hauptbahnhof Wiesbaden
Schlusskundgebung mit Kulturprogramm:
12.30 Uhr auf dem Mauritiusplatz
65 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz
Veranstaltung
Musik gegen Faschismus, mit Hip-Hop und LesungEsther Bejarano, Coincidence und Microphone Mafia
am Freitag, den
5. März 2010 | 19.00 Uhr
Kulturzentrum Schlachthof | Wiesbaden
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt: 3 Euro
Wir rufen alle Antifaschistinnen und Antifaschisten dazu auf, am 13. Februar dem Naziaufmarsch in Dresden entschlossen entgegenzutreten und ihn gemeinsam zu blockieren!
In dem bundesweiten Bündnis No pasarán! haben sich verschiedene linke und antifaschistische Gruppen zusammengeschlossen, um dem jährlich stattfindenden Nazigroßaufmarsch endlich ein Ende zu bereiten.
www.no-pasaran.mobi
Verweigerte Rückkehr
Erfahrungen nach dem JudenmordErinnerung an Hans Frankenthal
Als Hans Frankenthal 1945 in seinen Geburtsort im westfälischen Schmallenberg zurückkehrte, hatte er die Haft in Auschwitz, in Mittelbau-Dora und in Theresienstadt überlebt. Er war Zwangsarbeiter in Auschwitz-Monowitz beim Bau des dortigen IG-Farben-Werkes. Als er 1945 von der Roten Armee befreit wurde, war er gerade 19 Jahre alt. Er und sein Bruder waren die einzigen Überlebenden der Familie.
Nach seiner Rückkehr lebten in Schmallenberg keine Juden mehr und niemand interessierte sich für seine grauenhaften Erfahrungen im KZ und als Zwangsarbeiter; auch nicht für die Leiden der jüdischen Bevölkerung Europas während des Faschismus, weshalb Hans Frankenthal es jahrzehntelang vorgezogen hat, zu schweigen. Später war er aktiv im Landesverband der jüdischen Gemeinden Westfalen-Lippe und wurde Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland. 1986 gründete er mit anderen Überlebenden das Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik und wurde dessen stellvertretender Vorsitzender. Er war bis zu seinem Tod unermüdlich an den Kämpfen für die Auflösung der »IG-Farben in Liquidation« beteiligt und trat u.a. auf deren Aktionärsversammlungen entschieden für eine angemessene Entschädigung aller Zwangsarbeiter ein.
Hans Frankenthal starb vor zehn Jahren – im Dezember 1999.
Das Leben Hans Frankenthals offenbart den Terror der NS-Herrschaft und den Jahrzehnte währenden Unwillen der deutschen Gesellschaft, sich mit dem Faschismus und Antisemitismus und seinen Wurzeln auseinanderzusetzen.
In der Veranstaltung zeigen wir Filmaufnahmen aus Interviews und Gesprächen mit Hans Frankenthal.
Eine Lesung aus der Biographie gewährt Einblick in sein Leben und sein historisches Verständnis.
Ein Gespräch mit Florian Schmaltz, einem der Biographen, schließt die Veranstaltung ab.
Veranstaltung
am Samstag, den30. Januar 2010 | 17.00 Uhr
Antiquariat am Ballplatz | Mainz
Ballplatz 5 A | 55116 Mainz | Eintritt frei
Hinweis: Mitglieder und Anhänger rechtsextremer Parteien und Organisationen wie NPD, DVU, REP und sog. »Freien Kameradschaften« haben keinen Zutritt und sind nach § 6 des VersG von der Veranstaltung ausgeschlossen.
Flugblatt 30. Januar 2010 | PDF-Format | 460 kB
