Ausstellung und Veranstaltungen: Zwangsarbeit im Faschismus

in der Gedenkstätte KZ Osthofen vom 29.07.22 - 04.09.22

Ich war in Ihrem Unternehmen als Sklavin (..) beschäftigt."
Die Zwangsarbeiterin Janina R. in ihrem Brief an die Firma Rheinmetall nach dem Krieg.

 

In Zusammenarbeit mit der Gruppe "Rheinmetall entwaffnen!" zeigen wir die Ausstellung:
Zwangsarbeit bei Rheinmetall – Der Weg der Erinnerung
FĂĽr den Ausstellungsort im ehemaligen KZ Osthofen erarbeitete die VVN-BdA Mainz fĂĽnf weitere Tafeln, mit denen das Thema in einen regionalen Kontext gestellt wird: Zwangsarbeit in Mainz 1939-1945

Veranstaltung 1: Freitag 29.07.22, 18:30 Uhr
Das System der Zwangsarbeit am Beispiel Rheinmetall
Veranstaltung 2: Sonntag, 04.09.22, 11:00 Uhr
KZ-Häftlinge als ZwangsarbeiterInnen, Heutiges Gedenken

 

(Flyer als pdf-Download, ca. 1,6 MB)

Begleitend zur Ausstellung gibt es zwei Veranstaltungen, die in der KZ Gedenkstätte Osthofen stattfinden:

Veranstaltung 1 und Eröffnung der Ausstellung
Freitag, 29.07.22 / ab 17 Uhr kann die Ausstellung besichtigt werden / Austellungseröffnung um 18.30 Uhr

Das System der Zwangsarbeit im Faschismus dargestellt am Beispiel der Firma Rheinmetall.
Zwangsarbeiter:innen in der Rüstungsindustrie hatten je nach Status sehr unterschiedliche Arbeits- und Lebensbedingungen. Sie wurden angeworben, dienstverpflichtet oder zwangsrekrutiert und deportiert. Polnische und sowjetische Arbeiter:innen mussten wie jüdische Menschen stigmatisierende Abzeichen auf ihrer Kleidung tragen. Der Arbeitseinsatz der sogenannten Ostarbeiter:innen und sowjetischen Kriegsgefangenen war ideologisch und praktisch nicht vom Vernichtungskrieg im Osten zu trennen. Tödliche Institutionen der Zwangsarbeit waren die Arbeits- und Erziehungslager (AEL) der Gestapo und die Säuglingsheime. Alles war durch Gesetze, Vorschriften und Anweisungen genau geregelt. So ist es möglich am konkreten Beispiel des Rheinmetallkonzerns einen Blick auf das ganze System der Ausbeutung und Vernichtung zu werfen.

Am Sonntag 14.08.2022 findet eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt. Eine Anmeldung dafür ist nicht notwendig. Beginn ist um 15 Uhr.

Veranstaltung 2 und Ausstellungsende
Sonntag, 04.09.22 / 11 Uhr Veranstaltung / Matinee

Der erste Teil der Veranstaltung widmet sich den KZ-Häftlingen als Zwangsarbeiter:innen. Sie waren meist unter katastrophalen Bedingungen untergebracht: in KZ-Außenlagern, angeschlossenen den Werken der Rüstungsindustrie. Auch hier sollen die Überlebenden durch Zitate aus Erinnerungen selbst zu Wort kommen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung möchten wir nach einem kurzen Resümee den Blick auf die Region Mainz richten. Welche Gedenkorte oder Hinweise gibt es ? Wie könnte eine aktive Gedenk- und Erinnerungsarbeit zum Thema Zwangsarbeit aussehen ? Das Beispiel der Gedenkaktion des Rheinmetall-entwaffnen Bündnisses zeigt, dass es auch enorme Widerstände dagegen gibt.

Ausstellungs- und Veranstaltungsort:
Gedenkstätte KZ Osthofen
ZiegelhĂĽttenweg 38
67574 Osthofen
Ă–ffnungszeiten: Di.- Fr.: 9-17 Uhr, Sa., So. und Feiertage: 13-17 Uhr

 

Veranstaltet von: :
Rheinmetall entwaffnen-RheinMain,
VVN-BdA KV Mainz-Bingen
Kooperationspartner vor Ort:
Förderverein Projekt Osthofen e.V.

Infos unter:
weg-der-erinnerung.solikom.de
mainz.vvn-bda.de

Kontakt:
rheinmetall-entwaffnen-rheinmain@riseup.net
vvn-bda-mainz@gmx.de